Spielterportrait des Monats:
FABIO BARANZINI
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Leiter Interview Person Alter Klassierung Ranking Trainingsort Zuständiger Trainer |
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Alain Dedial (Head Coach TAD) Fabio Baranzini 19 Jahre N4.73 (Nr. 73/CH) Nr. 2/Jg./AG, Nr. 6/Jg./CH TENNIS ACADEMY DEDIAL GmbH Alain Dedial |
Wann hast Du mit dem Tennissport begonnen?
Im Alter von ungefähr fünf Jahren habe ich mit Tennistrainings begonnen, doch ich habe bereits früher mit meinen Eltern ein wenig “gespielt“. Da wir sehr nahe beim Tennisclub Aarau wohnten, war ich mit meinen Eltern oft auf dem Tennisplatz und habe so schon früh mit dem Tennisspielen begonnen.
Wie viel Mal hast Du damals pro Woche trainiert?
Ich hatte damals nur im Sommer ein Mal pro Woche trainiert. Doch schon bald wollte ich mehr spielen und habe daher auch im Winter zu trainieren begonnen. Ich habe dann meinen Trainingsaufwand immer mehr gesteigert, bis ich bei ca. 2-3 Trainingseinheiten à je zwei Stunden pro Woche angelangt war.
Wie bist Du ins Wettkampftennis gekommen?
Das hat eigentlich schon relativ früh angefangen. Nach etwa zwei oder drei Jahren Training wollte ich auch Matches spielen. Meine ersten Erfahrungen habe ich an den Aargauer Meisterschaften der Junioren in Wettingen 1999 gesammelt. Im selben Jahr habe ich auch zum ersten Mal Junioreninterclub gespielt.
Weshalb haben Deine Eltern dies unterstützt?
Meine Eltern spielen selber auch Tennis und ich bin erst durch sie überhaupt zum Tennissport gekommen. Als sie gemerkt haben, dass mir der Sport Spass macht, haben sie mich unterstützt. Sie haben früher oft mit mir gespielt und haben mich zu Turnieren und Trainings gefahren.
Warum hast Du die TENNIS ACADEMY DEDIAL GmbH als Deinen Trainingsstützpunkt, resp. mich, Alain Dedial als Deinen Trainer gewählt?
Ich hatte früher im Tenniscenter Aarau WEST trainiert, war dann dort mit den Trainingsbedingungen nicht mehr zufrieden und habe mich nach etwas anderem in der Nähe umgeschaut. Da kam natürlich die TAD sehr gelegen. Dich, Alain, kannte ich als Cheftrainer des Aargauischen Tennisverbandes schon von früher, da ich in den AKK-Trainings (Aarg. Kantonalkader) jeweils bei Dir gespielt hatte. Ich wusste daher, dass Du ein renommierter Trainer bist und die Zusammenarbeit hat von Anfang an gut funktioniert.
Was bietet Dir die TAD und deren Plattform?
Die TAD bietet mir alles, was ich momentan für mein Tennis brauche. Ich hatte immer gute Trainingspartner und kompetente Trainer. Daher konnte ich mich in allen Bereichen weiterentwickeln, sei dies technisch, taktisch oder auch mental.
Was hat bei Dir entscheidend zum Erfolg beigetragen?
Ich denke der Hauptgrund für den Erfolg ist die Freude am Sport. Dadurch war ich auch immer motiviert in den Trainings und konnte das Bestmögliche herausholen. Hinzu kommt noch, dass ich mich in den Matches im Vergleich zu den Trainings meistens steigern konnte. Durch die Erfolge stieg dann auch meine Motivation und ich wollte immer besser werden.
Welche Erfolge hast Du vorzuweisen?
Die grössten Erfolge die ich feiern konnte waren die zweimalige Viertelfinal Teilnahme an den Junioren Schweizermeisterschaften und die acht (7 x Junioren und 1x bei den Aktiven in der Halle) Aargauermeistertitel, die ich gewinnen konnte. In der vergangenen Interclubsaison schafften wir mit dem TC Aarau den Aufstieg in die Nationalliga B, was auch ein tolles Erlebnis war.
Wichtigster Einzelsieg ist bis dato gegen die Nr. 50 der Schweiz (N3.50).
Hast Du Sponsoren?
Ja, Wilson ermöglicht mir den Bezug der eigenen Ausrüstung zu besten Konditionen.
Hättest Du Dir früher vorstellen können, einmal als Profi auf der ATP-Tour um die Welt zu reisen?
Ich denke, dass fast jeder Tennisspieler einmal davon träumt, als Tennisprofi auf Tour zu gehen. Bei mir war dieser Traum allerdings relativ schnell vorbei, da ich Tennis hauptsächlich aus Spass betreibe. Tennis ist mein grösstes Hobby und das soll es auch bleiben. Der Sport ist für mich auch der ideale Ausgleich zum Alltag und ich wollte aus diesem Grund das Risiko einer Profitenniskarriere nicht eingehen.
Was stört Dich am meisten, wenn Du auf Turnieren bist und was tust Du dagegen?
Was ich überhaupt nicht mag sind Turniere, die teilweise etwas fragwürdige Spielzeiten haben; teilweise bereits morgens um acht und dann erst wieder abends um zehn... Etwas anders, das ich überhaupt nicht mag, sind Spieler, die sich unfair verhalten. Glücklicherweise kommt dies relativ selten vor. Beides versuche ich jeweils so gut wie möglich zu verdrängen, was nicht immer ganz einfach ist.
Was hältst Du nebst dem Tennistraining von Konditions- und Mentaltraining?
Ich habe lange Zeit Konditionstraining betrieben in Entfelden, doch im vergangenen Herbst ist diese Gruppe auseinander gegangen. Aus zeitlichen Gründen versuche ich mich nun selbstständig mit Krafttraining und Joggen auf einem konditionell guten Level zu halten. Mentaltraining habe ich nie in Anspruch genommen, aber ich denke, dass dies bei einigen Spielern in bestimmten Situationen sicherlich sehr hilfreich sein kann.
Was rätst Du jedem Tennisspieler, welcher so gut werden will wie Du?
Am Wichtigsten ist die Freude am Sport. Dies ist meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung, ansonsten klappt es nicht. Natürlich steckt aber auch viel harte Arbeit dahinter, doch wenn man Spass daran hat, nimmt man diese gerne auf sich. Denn auch im Tennis gilt: ohne Fleiss kein Preis! J
Was wünschst Du Dir fürs neue Jahr 2010?
Im Juni dieses Jahres schliesse ich die Matura hoffentlich erfolgreich ab und danach muss ich für 10 Monate ins Militär. In dieser Zeit werde ich wahrscheinlich nicht so viel zum Tennisspielen kommen. Ich hoffe aber, dass ich bis dahin mein Tennis weiter verbessern kann, so dass ich den Sprung auf N3 schaffe. Dies dürfte sehr schwierig werden.
Fabio, besten Dank für das Interview.
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