Nathan Schmid (Tennisprofi)

Spielerportrait und Interview
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Leiter Interview Person Alter Klassierung Ranking Trainingsort
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Alain Dedial (Head Coach TAD) Schmid Nathan 16 Jahre R2 Nr. 9/CH/Jahrgang, Nr. 319/CH gesamt TENNIS ACADEMY DEDIAL GmbH
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1. Wann hast Du mit dem Tennissport begonnen?
Der Gedanke, Tennis spielen zu wollen, begleitet mich seit meinem zweiten Lebensjahr. Schon damals habe ich stundenlang mit mir selber und später auch mit meiner Mutter, Softball gespielt. Wir haben uns Linien auf den Garten gesprayt und das Beach-Volleyballnetz am Boden gespannt um das Tennis-Feeling möglichst intensiv zu spüren. Ich war schon damals sehr ehrgeizig und emotional, so dass meine Mutter auch schon mal das Training abgebrochen hat, auf Grund von verbalen Ausrutschern bis zu Schlägerwürfen. Richtig Tennis zu spielen durfte ich erst mit 8 Jahren.
2. Wieviel hast Du damals pro Woche trainiert?
Die ersten Jahre habe ich nur ein Mal pro Woche gespielt. Als ich 11 war, durfte ich dann 3 Mal pro Woche trainieren.
3. Wie bist Du ins Wettkampftennis gekommen?
Kurz vor meinem 14. Geburtstag habe ich ein Tenniscamp gesucht und bin zufälliger Weise übers Internet auf die Homepage der TAD gekommen und habe mich dort entschieden, ein Camp mitzumachen. Diesen Schritt bezeichne ich immer noch als einer der Besten und Wichtigsten in meinem noch jungen Leben. Die TAD bietet mir hochstehendes Tennis- und Konditionstraining. Im Wase Center gibt es Sand-, Hallen- und einen Hartplatz und deshalb ist es für mich optimal hier zu trainieren. Das Training ist sehr vielfältig und macht extrem Spass. Die Trainer hier haben eine grosse Erfahrung und die meisten haben selbst extrem gut Tennis gespielt und wissen deshalb, was es braucht, damit man ein guter Tennisspieler wird.
4. Du bist seit März 2011 Profi, was hat sich seit dann verändert?
Der Schritt zum Jungprofi hat mein ganzes Leben verändert. Vorher ging ich in die Sportschule und hatte am Nachmittag Zeit zu trainieren. Jetzt trainiere ich ca. doppelt so viel, sprich 30 Stunden in der Woche, und da ist es extrem wichtig, dass man sich den Tag genau einplant. Man achtet viel mehr auf Dinge, welche ein halbes Jahr vorher als völlig gleichgültig empfunden wurde. Man muss fast jede Minute durchplanen und deshalb war es für mich am Anfang schon ein wenig stressig. Doch so langsam habe ich mich an das neue Leben gewöhnt und da finde ich auch mal ein wenig Freizeit, wo ich mich meistens ausruhe, oder mich mit Freunden treffe. Man muss sich die Zeit einfach gut einteilen.
Ich bin stärker geworden, nicht nur im Tennis, vor allem im konditionellen und mentalen Bereich kann ich grosse Fortschritte vorweisen. Im letzteren haben mir Dr. Igor Rakovsky (Mentaltrainer TAD) und Alain Dedial fundamental neue Wege aufzeigen können.
Seit ich Profi bin, habe ich auch eine ganz andere Erwartungshaltung von mir. Ich habe auch eine gewisse Vorbildfunktion den jüngeren Spielern gegenüber und mit diesen Sachen umzugehen ist nicht ganz so einfach. Doch man lebt sich rein und schliesslich ist es auch schön, wenn man schon mit 16 Jahren eine Vorbildfunktion vertreten kann, obwohl es noch ein weiter Weg nach oben ist.
5. Welche Erfolge hast Du vorzuweisen?
Ich konnte den grössten Grand-Prix der Schweiz, den Suzuki Grand-Prix gewinnen in der Kategorie 14&U, R4-R7.
Ich bin Aargauermeister 16&U 2010 und Vize-Meister 2011.
Den Eintritt in die Junioren-Europarangliste!
6. Hast Du bereits Sponsoren?
Ich habe einen Teil-Vertrag bei Wilson. Sie unterstützen mich eigentlich in allen Bereichen und ich bekomme auch das eine oder andere gratis. Ich bin sehr glücklich darüber, denn Wilson deckt alles ab, sprich Schuhe, Kleidung, Rackets, Saiten und Accessoires.
7. Was stört Dich am meisten, wenn Du auf Turnieren bist?
Da mir nach langem überlegen nichts Negatives in den Sinn kommt, gibt es deshalb umso mehr Positives. Ich finde es einfach toll, dass man auf dem Platz Feind, und neben dem Platz Freund ist. In den Garderoben wird geredet, gelacht und geblödelt. Ich habe neben dem Platz viel Spass mit den anderen Spielern und freue mich immer, wenn ich jemanden treffe, den ich kenne. Dann spielt man zusammen ein, isst zusammen oder geht Matches schauen. Sport verbindet – ich finde, der Spruch passt extrem gut zum Tennis.
8. Was rätst Du jedem Tennisspieler, welcher so gut werden will wie Du?
Man braucht einen grossen Willen, Biss, Durchhaltevermögen, einen grossen inneren Sauhund, Freude an der Bewegung, und das Wichtigste: Spass!!
Wenn man keinen Spass hat, sich zu quälen, sich total kaputt zu machen auf dem Platz, jeden Ball zu holen, sich zu schinden und Matches zu spielen, dann kommt man nicht weit.
9. Was wünschst Du Dir fürs Jahr 2011/2012?
Ich möchte mich mental extrem verbessern. Ich muss weiter an meinem Spiel feilen und tüfteln damit es noch tödlicher wird, für meine Gegner. Ich möchte mich international in der Kategorie 18&U etablieren und meine ersten Punkte holen. Aus mir soll ein Athlet geformt werden. Die Klassierung sollte so bis im Herbst 2012 um N4 sein, sprich zwischen Nr. 120 und Nr. 80. Ich wünsche mir, diesen steinigen Weg mit der Tennis Academy Dedial zu gehen, denn ich bin sehr glücklich da und fühle mich geborgen.
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