Trainerportrait des Monats:
MICHAEL BIERI
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Leiter Interview Person Alter Ausbildung
Arbeitgeber |
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Alain Dedial (Head Coach TAD) Michael Bieri 36 Jahre Dipl. Tennislehrer TVS, Dipl. Wettkampftrainer ST TENNIS ACADEMY DEDIAL GmbH
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1. Wann kamst Du mit dem Tennissport in Berührung?
Zum Tennis kam ich durch meine Eltern. Wir wohnten gleich neben einem Tennisplatz. Mein Vater war zu der Zeit Platzwart und beide Eltern spielten auch in einer Interclub-Mannschaft mit. Vor allem im Sommer war ich quasi jeden Tag auf dem Tennisplatz.
2. Was hat Dich damals veranlasst, Wettkampftennis zu betreiben und Turniere zu spielen?
Vor allem die Wettkampfatmosphäre, sich mit anderen zu messen. Rafa Nadal hat dies sehr treffend formuliert: “es ist wie in einer Corrida, die Gladiatorenkämpfe“. Die Herausforderung, gegen unterschiedliche Gegner bestehen zu können und das Spiel an sich, ist das Faszinierende. Neben der Schule war es auch immer ein Abschalten und ich konnte durch den Kampf sehr gut aufgestaute Emotionen abarbeiten.
3. Wie erlebst Du den Schweizer Tennissport?
Im Moment dank Roger sehr intensiv. Er scheint seit Jahren mit einer Leichtigkeit zu gewinnen, die unnachahmlich ist. Wenn es geht, schaue ich mir vor allem seine Matches an. Schade finde ich, dass Wawrinka noch nicht konstant sein Potential ausschöpfen kann.
Eine Situation wie selten haben wir bei den Herren. Dadurch, dass Marco Chiudinelli seine Verletzungen auskuriert hat und wieder unter den Top 100 weltweit figuriert, was es zuletzt vor ungefähr 20 Jahren mit Hlasek, Rosset und Mezzadri gab.
Ich hoffe, dass zudem Michael Lammer in diesem Jahr den Sprung schafft, dann gewinnen wir vielleicht doch noch in ein oder zwei Jahren den Davis Cup.
Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Damen, dass Timea Bacsinszky und Steffi Vögele unter den Top 100 sind, zusammen mit Patty Schnyder.
So breit waren wir in den Top 100 bei den Damen und Herren gleichzeitig noch nie vertreten.
4. Was war Dein bisher schönstes Erlebnis auf dem Tennisplatz?
Als Einzelspieler die überstandene Qualifikation 1999 bei meinem Heimturnier, dem Schützenmattcup in Solothurn. Im Hauptfeld durfte ich dann gegen die damalige Nr. 250 der Welt, Thomas Schiessling antreten und habe gesehen, was Drall (Rotation des Balles) auf diesem Niveau bedeutet.
Als Interclubspieler der erstmalige Aufstieg mit dem TC Solothurn 1998 in die Nationalliga C.
5. Was bedeutet Tennis für Dich?
Seit meines 4. Lebensjahres der Grossteil meines Lebens. Ich kann mir ein Leben ohne Tennis nicht vorstellen und hatte das grosse Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Auch heute spiele ich gerne noch Matches, im Moment jedoch nur noch Interclub mit dem TC Solothurn und zwischendurch ein Turnier. Die Wettkampfatmosphäre braucht es hin und wieder, das Gefühl nach einem Sieg will man immer wieder erleben.
6. Wieso hast Du die TENNIS ACADEMY DEDIAL GmbH als Arbeitgeber und Wirkungsplattform gewählt?
Zu Beginn suchte ich ein Vollpensum, wo man auf der ganzen Palette arbeiten kann. Also vom Junior bis zum Senior, vom Anfänger bis zum Leistungsspieler. Dies konnte mir die TAD bieten. Zudem stimmen auch das Trainerteam und der Kundenstamm.
7. Was kannst Du von Deinem grossen know-how an die TAD-Kunden, resp. Nachwuchsspieler weitergeben?
Den Erwachsenen kann ich durch meine langjährigen Erfahrungen auf allen Ebenen ein fundiertes, strukturiertes und interessantes Training anbieten. Zudem denke ich, bin ich in der Lage mit jedem Kunden ein gutes Gespräch zu führen.
Den Junioren kann ich durch eigene Erfahrungen aus dem Wettkampf vermitteln, dass es allen einmal ähnlich geht, dass Sie sehen, sie sind nicht die einzigen.
Ich kann Ihnen auch gut helfen mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Durch meine Funktionen als Spieler, Trainer und Turnierorganisator habe ich Einblick von allen Seiten in den Tennissport erhalten. Somit weiss ich genau, in welchen Momenten es angebracht ist etwas zu sagen und wann eher nicht. Die Gemütslage der Kids kann ich sehr gut nachvollziehen.
8. Was für Vorstellungen hast Du für Dich und die TAD zukünftig?
Den bisherigen Standard konsolidieren und weiter ausbauen, sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
Zusätzliche Leistungsspieler und aktive Wettkampfspieler ins Training führen um weitere Erfolge zu feiern.
9. Was wünschst Du Dir fürs neue Jahr 2010?
Dass ich weiterhin gesund bleibe und so mit den Kunden und Kids weiterarbeiten kann, dass diese das Gelernte umsetzen können.
10. Nenne einen guten Rat für Tennisspieler:
Im Leben wird einem nichts geschenkt, im Tennis schon gar nicht. Also kämpfe und arbeite hart, wenn Du Erfolg haben willst!
11. Nenne einen guten Rat für Tenniseltern:
Unterstützen Sie die Kids nach Ihren besten Möglichkeiten ausserhalb des Platzes und lassen Sie sie auf dem Platz selber spielen. Es bringt ihnen mehr, wenn die Eltern nicht in das Spiel mit wohlgemeinten Tips hineinreden, was die Kids meistens nur verunsichert. Seien Sie stets nur positiv und stützen das Kind.














